13.01.2012 15:03:51
SoHo-Netzwerk mit multiplem Failover - die Zweite: NAS-Server
So. Der NAS-Server ist da.
Wir haben jetzt also einen Netgear Stora MS200. Vermutlich kriegen jetzt alle Kollegen einen Brechreiz... aber im Grunde ist das Ding für meine Zwecke ideal. Und der Hardware-Dealer hat mir einen unschlagbaren Preis gemacht.
Warum also sollten die Kollegen sich unwohl fühlen? Ganz einfach: weil das Ding einiges macht, was im Unternehmensumfeld gar nicht geht. Zum Beispiel: die eigenen DNS-Einstellungen überschreiben, die eigenen Einstellungen mit Defaults überschreiben, sowas. Und noch einiges andere. Hallo?
Erstmal: Netgear stellt für dieses Ding nur die Hardware. Die Firmware stammt von Axentra - und ist nichts anderes als ein modifiziertes RedHat Linux. Und schönen Gruß an Axentra: Das, was ihr da macht, ist meiner Meinung nach am Rande der Legalität. Naja - Schauen wir mal, was wir machen können.
DISCLAIMER: Für alles, was jetzt folgt, bin ich den Kollegen auf http://openstora.com zu großem Dank verpflichtet. Einiges ist direkt übernommen, anderes ist von mir - aber ohne euch wäre es viel mehr Arbeit gewesen. Danke.
Erstmal machen wir den Stora startklar. Schon schwierig - natürlich gibt's mal wieder nur eine Install-CD für Windows. Ok, macht aber nix - auf dem dhcp-Server /var/lib/dhcp3/dhcp.leases im Auge behalten (tail -f ist dein Freund...), und wir kennen die Adresse des Stora. Also schlicht im Browser unseres Vertrauens http://<IP-DES-STORA> eingeben und alles einfach durchklicken...
So. Jetzt haben wir also einen prinzipiell funktionierenden NAS-Filer. Nur blöd, daß er alles nach Hause funkt... Das müssen wir natürlich abschalten. Und die Shares, die er liefert, sind auch eher albern. Muß auch geändert werden.
Geht aber nicht über die Web-Oberfläche. Also brauchen wir SSH. Und Root-Zugriff. Den kriegt man beim Stora so (danke nochmal an pippone von openstora.com):
ssh <angelegter_administrator>_hipserv2_netgear_<product_id>@<ip_des_stora>
13.01.2012 13:37:48
SoHo-Netzwerk mit multiplem Failover
Mein Lieblingskunde zieht um. Die ideale Gelegenheit, das Netzwerk mal wieder grundzuüberholen...
Ok, spezifizieren wir mal die Anforderungen:
- Zentrale Datenspeicherung
- Hohe Ausfallsicherheit
- Geringer Platzbedarf
- Energieeffizienz
- und natürlich kostengünstig, klar...
- Achso - und das Ganze muß als Drop-In laufen. Also: Einstöpseln, maximal 3 Minuten konfigurieren, läuft. Na, schaun wir mal...
Wir benötigen:
- Einen Gateway-Server für OpenVPN, einige Web-Dienste (Apache) und File Sharing (Falls jemand von der RIAA oder so das liest: Wir sharen unsere eigenen Daten. Nicht eure. Und auch unsere nicht mit jedem...)
- Einen Datenbankserver. Sollte MySQL und PostGre können. Und das natürlich mit allen nötigen Schnittstellen: PHP, Python, JAVA und Ruby.
- Einen NAS-Filer.
Und dann war ja noch das Ding mit multiplem Failover. Das heißt hier, daß im Notfall innerhalb kürzester Zeit der Betrieb wieder aufgenommen werden kann - auch wenn kein Administrator vor Ort ist. Idealerweise natürlich ohne Unterbrechung oder Benutzereingriff.
Und wie macht man das? Stay tuned...